Die Heldenreise-Teil 2

So, wir haben unseren Helden ja das letzte Mal verlassen, als er sich gerade weigerte, dem Ruf zum Abenteuer zu folgen. Heute geht es weiter … mal schauen, ob wir ihn doch noch fit kriegen:

  1. Die Begegnung mit dem Mentor

Dein Held möchte also sein altes Leben nicht einfach so hinter sich lassen. Ist ja auch verständlich. Jetzt braucht er jemanden, der weiser und erfahrener ist, als er selbst und ihn in die richtige Richtung schubst. Wie es sich für einen Mentor gehört, handelt dieser komplett uneigennützig. Er will dem Helden helfen, zum Helden zu werden und verlangt dafür keine Gegenleistung.

Wie immer gibt es natürlich auch die Blender, falsche Mentoren, die daran zu erkennen sind, dass sie so tun als wären sie der Held vom Erdbeerfeld. Sie wissen alles und ihr Wissen ist äußerst erstrebenswert. Was mit dem Helden passiert, ist ihnen eigentlich herzlich egal, solange sie sich ihren eigenen Zielen nähern können.

Berühmte Beispiele für Mentoren sind: Gandalf, Dumbledore oder auch Yoda.

  1. Der erste Schritt

Endlich kommt ein wenig Action ins Spiel. In dieser Stufe macht dein Held nämlich „den ersten Schritt“ in sein Abenteuer, sprich, er tut etwas Unwiderrufliches. Die Geschichte kommt in Gang. Das kann zum Beispiel ein Umzug in ein neues Land sein, eine Trennung oder im wahrsten Sinne des Wortes ein erster Schritt. In „Der Herr der Ringe“ ist das die Stelle, wenn Frodo zustimmt den Ring nach Bree zu bringen und sich mit Sam auf den Weg macht.

Gleichzeitig beginnt hier der zweite Akt der Heldenreise. Dein Held begibt sich in die neue Welt.

  1. Feinde und Freunde der neuen Welt /erste Probleme

Es wäre ja auch zu schön, wenn ab jetzt alles glatt gehen würde. Oder … eigentlich nicht, denn dann hättest du keine gute Geschichte. Der Held befindet sich also in der neuen Welt, wo er Freunde trifft und Leute, die ihn bei seiner Entwicklung und seiner Aufgabe unterstützen. Es gibt aber natürlich auch neue Feinde. Leute, die ihm Steine in den Weg legen und ihn loswerden wollen.

Wichtig ist hier, während es im echten Leben durchaus mal vorkommen mag, dass man aufgibt und in seine gewohnte Welt zurückkehrt (siehe „Goodbye Deutschland“) gibt es das im Roman nicht. Dein Held kann nicht zurück. Er hat sich die Suppe einbrockt und muss jetzt lernen, die Probleme zu umschiffen und sich seinen Feinden zu stellen. Dabei kann es ruhig mal brenzlig werden und vermutlich hat dein Held auch Angst zu versagen, ABER er wird es schaffen, auch wenn es am Anfang ausweglos erscheint.

Das war der zweite Teil der Heldenreise. Nächstes Mal nähern wir uns dem Spannungshöhepunkt. Cheerio!

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