5 Fantasybücher, die man gelesen haben muss

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Heute ist mir etwas fantastisch zumute. Ob es an dem grauen Nieselwetter draußen liegt?! Die letzten Tage war es doch so herrlich – Menno! Egal! Denn ihr wisst, was da hilft! Ein gutes Buch und ein leckerer Kaffee/Tee/Kakao. Deswegen bekommt ihr hier meine persönliche Oscarverleihung im Bereich Fantasybücher auf die Augen. Ich danke der Academy. 🙂 5 Fantasybücher, die man gelesen haben muss, da sie entweder besonders mitreißend, episch oder sonst wie überraschend und herausragend sind. Viele Bücher gehören gerade in diesem Genre natürlich zu einer Reihe. Meistens empfiehlt es sich natürlich in diesem Fall die ganze Reihe zu lesen, aber ich nenne euch hier trotzdem meinen Liebslingsteil:

 

Platz 5: „Das Buch“ – Wolfgang und Heike Hohlbein:

Protagonistin Leonie stammt aus einer alten Familie mit einer besonderen Fähigkeit. Sie sind die Hüter der Wirklichkeit. Die Frauen ihrer Familie bewachsen seit jeher ein Archiv auf der anderen Seite in dem hässliche, gemeine, kleine Wesen, die sich Scriptoren nennen die Wirklichkeit aufzeichnen. Leonie und ihre Familie soll verhindern, dass die Wirklichkeit verändert oder die Sciptoren bei ihrer Arbeit gestört werden. Aber dann passiert das Undenkbare: Es sind Leonies Eltern selbst, die ein Buch aus dem Archiv entwenden und beginnen, die Realität umzuschreiben. Mit besten Absichten zwar, aber leider trotzdem katastrophalem Ergebnis. Leonie muss nun versuchen, den Überblick und vor allem ihre richtige Erinnerung nicht zu verlieren. Während sie versucht, dass Buch zurückzuerlangen, bewegt sie sich durch verschiedene Realitäten und Zeiten ihres Lebens.

Fazit: Es ist ein wirklich spannenden Nägelkau-Buch, auch wenn ich mich als Leserin hin und wieder selbst bemühen musste, den Überblick nicht zu verlieren. Für erfahrene Fantasy-Fans sollte das aber kein Problem sein. Da geht es ja öfter mal verwirrend zu. Besonders schön fand ich die Thematik „Buch“ im Buch – daher ja auch der markante Titel. Auf das Ende dürft ihr euch am meisten freuen (und habt ihr nach 860 Seiten auch verdient ;-)), denn dort wartet eine wirklich unvorhersehbare Wendung!

Platz 4: „Momo“ – Michael Ende

Kompletter Titel: „Momo oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte“

Platz 4 - Momo
Quelle: Thienemann-Esslinger Verlag

Momo ist ein seltsames kleines Mädchen. Sie lebt in einer Amphietheater-Ruine etwas außerhalb einer unbekannten Stadt, niemand weiß woher sie kommt und ihr einziger physischer Besitz ist ein verschlissener Mantel. Dafür besitzt Momo etwas anderes von unschätzbarem Wert – die Fähigkeit wirklich zuzuhören. Die Menschen in ihrer Umgebung schätzen Momo für diese seltene Gabe und helfen ihr im Gegenzug mit allerlei Alltagsgefälligkeiten aus. Als jedoch plötzlich überall Männer in grauen Anzügen auftauchen, wird die Harmonie der Gemeinde gestört. Die grauen Männer stellen sich als Vertreter der „Zeitbank“ vor. Sie machen den Menschen der Stadt ein einmaliges Angebot: Leg deine Zeit bei uns an – und erhalte sie bei Bedarf mit Zinsen wieder zurück!

Bei den dubiosen Geschäften mit der Zeit handelt es sich allerdings um eine Falle. Je mehr Zeit die Menschen sparen, desto weniger haben sie wirklich zur Verfügung und desto stressiger wird ihr Leben. Das Treffen von Freunden, Sport, Kunst – alle Tätigkeiten, die als Zeitverschwendung angesehen werden, verschwinden nach und nach aus dem Leben der Menschen. Nur Momo widersteht aufgrund ihres einzigartigen Charakters den Verlockungen der Männer in Grau. Sie muss versuchen, die Zeitbank zu stürzen und den Menschen ihre Zeit wiederzugeben. Mithilfe der Schildkröte Cassiopeia bleibt ihr genau eine Stunde um die Speicher der Zeitbank zu finden, die Männer in Grau zu besiegen und die Zeit wieder freizulassen.

Fazit: Zum ersten Mal habe ich „Momo“ gelesen, als ich 6 Jahre alt war, dann noch mal mit 6,5 und mit 7 Jahren. Danach hat mir meine Mutter versprochen, wenn ich das Buch ein viertes Mal lese, bekomme ich es geschenkt. So kam ich zu meinem ersten eigenen Roman 😉 Es ist ein wunderbares Buch für Kinder genauso wie für Erwachsene, da es uns gleich mehrere wichtige Dinge lehrt: Das Leben zu genießen! Uns Zeit für die wirklich wichtigen Dinge, wie Freunde und Familie zu nehmen! Uns gegenseitig zuzuhören! Und natürlich unsere Fantasie zu benutzen! Obwohl „Die unendliche Geschichte“ gemeinhin als Michael Endes Meisterwerk zählt, hat mich die kleine Momo noch ein wenig mehr in ihren Bann gezogen.

Platz 3: „Die Elfen“ – Bernhard Hennen

Die Elfen von Bernhard Hennen

Der Beginn eines wahnsinnigen Fantasie-Epos, der die Geschichte des wohl mystischsten Fantasy-Volkes, der Elfen, über eine Zeitspanne von mehreren Jahrhunderten erzählt. Ich möchte hier gar nicht so viele Worte über den Inhalt verlieren. Verraten sei nur so viel: Es geht um den rauen Menschen des Nordens Mandred und die Elfen Farodin und Nuramon, die zusammen durch die Welten ziehen und versuchen ein großes Unrecht wieder gutzumachen und somit einen vernichtenden Krieg zu verhindern. Das Ganze ist gewürzt mit einer Menge Liebe zum Detail, großen Schlachten und einer unvergleichlichen Liebesgeschichte.

Fazit: Dieses Buch vereint aber auch wirklich alles in sich. Hennen schafft es, eine zauberhafte Welt zu formen, in die man sich als Leser mit Leichtigkeit hineinträumen kann. Obwohl es mit 1.040 Seiten nicht gerade zu den Kurzgeschichten unter den Fantasybüchern zählt, wird die Erzählung nie langweilig. Ganz im Gegenteil: Ich war traurig, als sich dieses Leseabenteuer dem Ende zuneigte. Zum Glück gibt es noch drei weitere Bände in dieser unvergleichlichen Reihe!

Platz 2: „Die Tribute von Panem“ (OT: The Hunger Games) – Suzanne Collins

Platz 2 - 5 Fantasybücher, die man gelesen haben muss
Quelle: Oetinger Verlag

Zum Inhalt muss ich glaube ich gar nicht viel sagen, oder? Aber für diejenigen unter euch, die die mutige  Katniss noch nicht auf der großen Leinwand bewundert haben, hier eine kurze Zusammenfassung: Nach einem verheerenden Krieg, der die Menschheit fast ausgelöscht hätte, wird die Welt in 12 Distrikte unterteilt, in der die Überlebenden jeweils verschiedene Aufgaben unternehmen. Gesteuert und kontrolliert werden sie dabei vom Kapitol, der Hauptstadt, aus. Panem ist geboren. Während die Menschen im Kapitol im Überfluss leben, hungern und leiden die Menschen der Distrikte. Aber damit nicht genug! Um die Menschen Jahr für Jahr daran zu erinnern, dass das Kapitol die alleinige Macht hat und sie ihm besser die Treue halten sollten, werden einmal jährlich die sogenannten Hungerspiele veranstaltet. In jedem Distrikt werden zwei Tribute ausgewählt, ein Mädchen und ein Junge – immer Kinder-, die dann in einem Spiel auf Leben und Tod zusammen mit den anderen Tributen kämpfen. Der letzte Überlebende gewinnt die Spiele und darf, tief traumatisiert natürlich, zurück nach Hause. In den 74. Hungerspielen schafft es Katniss Aberdeen, das weibliche Tribut aus Distrikt 12 jedoch, das Kapitol auszutricksen und dessen Zorn auf sich zu ziehen.

Fazit: Dystopien gibt es viele, aber diese hier ist wirklich faszinierend. Vielleicht liegt es daran, dass wir hier Kindern beim Kämpfen zuschauen müssen oder daran, dass Collins eine Welt in der Zukunft geschaffen hat, die nicht einfach nur leer, verseucht oder zerstört ist, sondern auf beeindruckende Weise die tiefen Abgründe der menschlichen Seele preisgibt. Wir alle wünschen uns, die Menschheit wäre sanft und gütig, aber leider sehen wir hier, dass Menschen vor allem auch eines sind: Habgierig und gleichgültig, solange es ihnen selbst an nichts mangelt. Dazu die total abgedrehte Welt des Kapitols und die furchteinflößende Arena. Ein page-turner durch und durch!

Platz 1: „Harry Potter und der Halbblutprinz“ (OT: „Harry Potter and the Half-Blood Prince“) – J.K. Rowling

Harry Potter - 5 Fantasybücher, die man gelesen haben muss
Quelle: Carlsen Verlag

Fazit: Ja, bei diesem Platz 1 erlaube ich mir wirklich, direkt zum Fazit zu springen. Wenn ihr die Reihe kennt, wird euch die Inhaltsangabe langweilen und wenn ihr sie nicht kennt: Hört auf diesen Artikel zu lesen, fahrt den Computer herunter und fangt gefälligst an! Also warum ist Teil 6 der Harry Potter-Reihe mein Liebling? Zunächst mal hat sich die Saga um den Zauberlehrling mit diesem Band endgültig von einem Kinderbuch gelöst. Es ist düster. Harry und seine Freunde sind fast erwachsen, zumindest aber keine hilflosen, auf Erwachsene angewiesenen Kinder mehr. Es gibt ersten Herzschmerz – wie bittersüß! Wir als Leser erfahren auch endlich mehr über den ultimativen Bösen Voldemort, was dem dunklen Zauberer mehr Tiefe verleiht und ihn nicht mehr nur „einfach böse“ sein lässt. Auch über Harrys Vergangenheit bzw das Leben seiner Eltern kriegen wir endlich die Informationen, nach denen wir lüstern. Zu guter Letzt wird die Spannung in diesem Teil durch den plötzlichen Tod einer Schlüsselfigur auf die Spitze getrieben, den keiner so ganz wahrhaben will. Kurz: „Der Halbblutprinz“ fängt an, einige der Handlungsstränge, die uns seit Teil 1 auf Trab halten zu verdichten und andere aufzulösen, aber das Ganze ohne die bittere Erkenntnis, dass es sich um den letzten Teil handelt. Wir können noch hoffen und warten auf das große Finale und fühlen uns trotzdem schon wie in der Climax eines Thrillers. Perfekt!

Was sind deine liebsten Fantasybücher? Lass es mich in den Kommentaren wissen! 🙂

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